Fauna auf dem Brocken

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Die Fauna auf dem Brocken ist abwechslungsreich und genau auf die klimatischen Bedingungen, die hier herrschen, angepasst. Natürlich gibt es im Harz auch Tiere, die hier ebenso wie in vielen anderen Gebieten zu finden sind. Dazu zählt zum Beispiel der Wolf.

Verschiedene Tiere auf dem Brocken
Die Tiere, die auf dem Brocken und im gesamten Harzgebiet leben, haben sich ideal an die vorhandenen Bedingungen angepasst. So finden sich im Bereich des Gipfels des Berges zum Beispiel die Ringdrossel oder der Wiesenpieper.
Auf dem Boden ist die Waldeidechse zu finden, die hier im Harz dunkel gefärbt ist und daher eine ganz eigene Variante der Eidechsen darstellt. Nahrung finden die Tiere am Boden genug, denn an Insekten mangelt es nun wirklich nicht. Davon profitiert auch der Grasfrosch.
Die Welt der Insekten bereichert die Fauna des Brockens ungemein. Hier finden sich vor allem Käfer – darunter verschiedene Arten der Laufkäfer – und Schmetterlinge. Mehrere Hundert Arten von ihnen wurden bereits auf dem Brocken und im umliegenden Gebiet gesichtet. Interessant ist, dass der Kohlweißling auf dem Brocken nur in einer Generation lebt, im Flachland sind es zwei.
Außerdem finden sich rund um den Berg so genannte glazialrelikte Tierarten. Diese haben die letzte Eiszeit überlebt und sich den herrschenden Bedingungen auf dem Berg angepasst. Beispiele für solche Tiere sind unter anderem die Nordfledermaus, die Ringdrossel oder die Alpenspitzmaus.

Fauna entdecken beim Wandern auf dem Borkenkäferpfad
Wenn Sie ein Naturliebhaber sind, dann sei Ihnen der Borkenkäferpfad wärmstens empfohlen. Dieser Wanderweg mag eine etwas ungewöhnliche Thematik haben, doch der Borkenkäfer spielt eine nicht unerhebliche Rolle hier im Harz. Der Weg selbst ist rund drei Kilometer lang und teilweise sehr steil. Er führt direkt an den Wirkungsstätten des Borkenkäfers vorbei. Dieser Forstschädling gehört schon seit Menschengedenken zum Harz und ist ein dauerhafter, wenn auch ungeliebter, Angehöriger der hiesigen Fauna. Erlebnisstationen zeigen die Wirkung eines Befalls mit Borkenkäfern.

Freund Wolf?
Schon seit einigen Jahren ist der Wolf im Harz und auf dem Brocken wieder heimisch. Dies ist nicht unbedingt ein Fakt, der zu jedermanns Freude gereicht, denn ein gern gesehener Gast ist der Wolf in vielen Gegenden nicht. Dabei sind die Schäden, die dieses Raubtier anrichtet, wirklich überschaubar, greift er doch Nutztiere nur in größter Not an. Ansonsten ernährt sich der Wolf von Wildtieren, wie Rehen, Hasen oder anderen Tieren. Er hat sich an die Bedingungen in der Umgebung angepasst und ist von ganz allein zurückgekehrt. Noch sind keine großen Wolfsbestände im Harz gesichtet worden, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Wanderer einem solchen Tier in der Realität begegnet. Dann heißt es, Ruhe zu bewahren und richtig zu reagieren. Normalerweise treten die Wölfe bei der Begegnung mit dem Menschen den Rückzug an. Schauergeschichten von Wölfen, die harmlose Menschen angreifen, gehören in das Reich der Sagen. Hierzulande leiden die Tiere auch im Winter keine solche Hungersnot, dass sie sich dem Menschen freiwillig nähern würden.

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